Sonderschauen

Für jeden philatelistisch Interessierten ist der Besuch im Schloss Wiesbaden-Biebrich im Oktober 2010 ein „Pflichttermin"... Warum?

Als unser Verein 1985 sein 100jähriges Jubiläum feierte, haben wir etwas Besonderes ausgestellt, was viele Menschen angezogen hat - eine ungebrauchte „Blaue Mauritius“, und noch die einzige mit einem Plattenfehler dazu! Zur 125-Jahr-Feier wollten wir diese Einmaligkeit noch einmal steigern, nur wie? Es ist uns wohl gelungen, durch unsere Kontakte, ja, was können Sie sich einmalig anschauen? London, New York, Chicago, Bad Reichenhall, Wiesbaden-Biebrich - was mag das wohl sein??

An den vier ersten Orten war das Einmalige für wenige Auserwählte schon zu sehen, jetzt ist es das erste – und vermutlich für lange Zeit auch das letzte Mal – für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich, die

„Philbrick-Collection“ und der „Preussen Fund“.

Es handelt sich um die Entstehungsgeschichte der Briefmarke. Frederick Adolphus Philbrick war ein britischer Sammler und 1869 auch Mitbegründer der Royal Philatelic Society. Es gelang ihm, aus den Jahren vor der Erstausgabe der „One Penny Black“ aus der „Schöpfungsgeschichte“ der Briefmarke, Essays, Probedrucke und Druckproben aller Art zusammenzutragen. Die Geschichte dieser einmaligen Sammlung ist höchst spannend, Namen wie Friedl und Philipp von Ferrari kommen darin vor. Die komplette Sammlung mit seiner einzigartigen Geschichte können Sie vom 8.-10.10.2010 im Schloss von Wiesbaden-Biebrich sehen. Dies ist aber nicht alles.

Nach den Druckproben wurden ja auch die endgültigen und damit ersten Marken dieser Welt 1840 in Großbritannien gedruckt. Durch Zufall wurden erst vor wenigen Jahren im Archiv für Philatelie auch die ersten Probebögen der ersten Briefmarken der Welt gefunden. Für die Museumsstiftung in Bonn ein grandioses Ereignis.

Ein Schatz, um den uns die ganze philatelistische Welt beneidet, und das können Sie bei uns sehen!!

Verdanken dürfen wir das den beiden „Verantwortlichen“ für diesen Fund, Karl Louis, Großbritannien-Spezialist und BPP-Prüfer und Dr. Andreas Hahn vom Archiv für Philatelie (Museumsstiftung) in Bonn.

Also, kommen Sie nach Wiesbaden, im Ausstellungskatalog finden Sie auch entsprechende Erläuterungen.

Damit nicht genug, hat uns Herr Maassen, Chefredakteur der Verbandszeitschrift „Philatelie“, auch den

„Belvedere-Fund“

zur Verfügung gestellt.

Dabei handelt es sich um das vermutlich erste Briefmarken-Album der Welt. Zur Entstehungsgeschichte der Briefmarke passt diese Ergänzung hervorragend. Das Album ist ca. 1854 entstanden, mit goldenen Rändern und ebensolchen Inhalten. Einige der Raritäten wurden in den letzten Jahren bei dem international bekannten Briefmarken-Auktionshaus Corinphila bereits zu außergewöhnlichen Preisen versteigert, andere Seltenheiten aus diesem Album und natürlich das Album selbst können Sie im Oktober noch bei uns sehen.

Diese einmalige Gelegenheit sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Die Chance, das in dieser Kombination noch einmal zu sehen, ist etwa wie ein Sechser im Lotto.

Und als ob das als Höhepunkte noch nicht genug ist:
In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Thurn+Taxis e.V. werden wir eine Sonderschau zum Sammelgebiet Thurn+Taxis der Extraklasse auf ca. 40 qm Ausstellungsfläche zeigen. Lassen Sie sich beeindrucken, welch schöne Stücke noch vorhanden sind. Einen ganz besonderen seltenen und dekorativen Brief, der aus dem Schloss Biebrich an den Buckingham Palace gesendet wurde, können Sie bereits auf unserer Homepage www.briefmarkenverein-wiesbaden.de bewundern.

Während der NASSAU-PHILA 2010 sehen Sie ihn live !

Kommen Sie nach Wiesbaden-Biebrich und staunen Sie !

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Wiesbadener Briefmarken-Sammler-Verein von 1885 e.V.