Schloß Biebrich

Schloß Biebrich Wiesbaden

Das Schloss Biebrich ist die barocke Residenz der ehemaligen Fürsten und späteren Herzöge von Nassau am Rheinufer im Wiesbadener Stadtteil Biebrich. Das Gebäude entstand nicht als einheitlicher Entwurf, sondern wurde zwischen den Jahren 1700 und 1750 immer wieder erweitert, bis sich schließlich aus einem kleinen Gartenhäuschen eine dreiflügelige Anlage entwickelt hatte. Als solche zählt sie heute zu den bedeutendsten Barockschlössern am Rhein. Auf der vom Rhein abgewandten Seite breitet sich der weitläufige Schlosspark aus, in dem alljährlich an Pfingsten ein bekanntes Reitturnier stattfindet. Heute ist im Schloss unter anderem das Hessische Landesamt für Denkmalpflege untergebracht. Daneben dient es Repräsentationszwecken der Hessischen Landesregierung.

Ursprünglich gehörte zum Schloss Biebrich ein französischer Garten, für den man das Gelände hinter den Gebäuden aufgefüllt hatte. Durch die Auffüllung entstand ein Plateau, das man von Westen über eine Breite Treppe erreicht. Nach Norden fällt das Gelände ab. Dieser erste französische Garten wurde von Maximilian von Welsch um 1720 angelegt und hatte ein regelmäßiges Wegemuster, dass von Balustraden und der Orangerie eingefasst war. 1817 bis 1823 gestaltete Friedrich Ludwig von Sckell den Garten in einen englischen Landschaftspark um und erweiterte ihn nach Norden. Die ehemalige Orangerie wurde dabei abgebrochen. Man erkennt aber noch Elemente der ursprünglichen Anlage, so die beiden Brunnen direkt hinter dem Schloss und zwei gerade Alleen. Auf der erweiterten Fläche lagen auch die Grundmauern einer mittelalterlichen Burg, auf denen der Baumeister Carl Florian Götz eine romantische künstliche Ruine, die Mosburg, inmitten eines Weihers errichtete.[10] Der ursprünglich angelegte See im südwestlichen Teil des Parks wurde später zugeschüttet und dient heute als Fläche für das jährliche Pfingst-Reitturnier. Heute haben sich im Schlosspark mehrere Arten von Papageien angesiedelt, von denen sich besonders die Halsbandsittiche so stark vermehrt haben, dass sie als heimisch gelten dürfen.

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